Natur- und Wildnispädagogik

Die Natur ist unsere große Lehrmeisterin. In der Natur- und Wildnispädagogik wird dies anerkannt, unter anderem indem die Lehrenden eher Mentoren sind und im Sinne des „Coyote Teaching“ Naturwissen und praktische Fertigkeiten auf kreative Weise weitergeben. Das bedeutet, dass kein fertiges Wissen vermittelt wird, sondern die Lernenden auf ihrem Weg in der und durch die Natur begleitet werden. Die Mentoren vermitteln zwischen den Lernenden und der Lehrmeisterin Natur. Dabei wird die Neugierde geweckt, die Lernenden werden in ungewohnte Situationen geführt, es wird durch die Kunst des Fragens ein inneres Verlangen geweckt, die Antworten zu finden. So wird das persönliche Verwobensein mit dem Leben, der Natur entdeckt, das nun auf echten Erfahrungen, eigenen Erlebnissen gegründet ist.


Die heute „Coyote Teaching“ genannte Methode basiert auf dem Wissen und der Lebensweise der Naturvölker dieser Welt. Elemente in der Weiterbildung sind u. a. Naturhandwerk wie Feuermachen, Herstellen von Gebrauchsgegenständen (wie Löffel und Schüssel) und natürlichen Schutzbehausungen. Es wird vermittelt, wie man sich in der Natur bewegen kann, wie natürliche Gefahren erkannt und Tiere beobachtet werden können. Pflanzen, Vögel, Bäume, Säugetiere - all diese Bereiche werden erkundet und die Teilnehmenden mit ihnen vertraut gemacht. Ein ganz wesentlicher Bestandteil ist die Gemeinschaft - das gemeinsame Kochen, gemeinsames Singen und das Einstimmen auf den Moment am Feuer. Der Natur mit all ihren Elementen wird gedankt.


Unterschiedliche Schulen bieten entsprechende Weiterbildungen an. Ich bin in Lernende in der Schule „Wildniswandern“ von Matthias Blaß, der eine gestaffelte dreijährige Ausbildung anbietet, von der ich das erste Jahr absolviert habe. 


https://www.wildniswandern.de


https://www.naturfreundschaft.de

Wald am See