Mich
Ich glaube, wir tragen alle Geschichten in uns, die uns geprägt haben und die uns selbst zu Geschichtenerzählerinnen machen. Meine beginnt mit Eltern, die als Kriegskinder Schreckliches erlebt hatten, in einer Zeit, in der es dafür kaum Worte und keine Unterstützung gab. Die Folgen wirkten auf vielfältige Weise bis in meine Kindheit hinein.
Ich war schüchtern, unsicher, hatte Albträume und Eltern, die nicht darauf antworten konnten. Menschen machten mir häufig Angst und meistens fühlte ich mich nicht zugehörig. In der Natur jedoch fühlte ich mich schon als kleines Mädchen sicher und zuhause. Mit drei oder vier Jahren war ich zudem überzeugt, dass mir die Engel "beim Denken helfen" - ob es wirklich um das Denken ging, sei dahin gestellt. Bis heute spüre ich eine liebevolle Unterstützung, die sich mit dem Verstand nicht erklären lässt.
Neben der Natur wuchsen mir Bücher ans Herz. Sie boten mir Zuflucht, versprachen Hoffnung und waren ein Ort der Lebendigkeit. Im Alter von 11 Jahren entdeckte ich zudem das Tagebuchschreiben für mich und schreibe bis heute. Im Schreiben begegne ich mir selbst, es ist ein sicherer Ort, um Unsagbares auszudrücken und Gefühle, die chaotisch in mir mäandern, zu ordnen. Das Schreiben ist bis heute DER Weg für mich, um mir nahe zu sein.
Mein beruflicher Weg führte mich eher fort von mir: Über zwanzig Jahre verbrachte ich in einem Beruf, der mich nicht erfüllte. Schon der Gedanke an einen neuen Arbeitstag kostete mich Kraft und erst als mein Körper und meine Seele nicht zu ignorierende Signale sendeten, begann ich zu verstehen, dass ich in meinem eigenen Leben kaum noch vorhanden war.
Langsam fing ich an, mir zu erlauben zu sein. Einfach nur zu sein. Ich lernte mich neu kennen. Schicht für Schicht durfte abfallen, was nicht mehr zu mir passte und vielleicht nie gepasst hatte. Das ist ein Prozess, der sich nicht immer leicht anfühlt. Und doch liegt darin so viel Freiheit. Ich bin noch immer unterwegs, werde weicher. Weiter. Und zugleich klarer.
Heute kann ich Menschen mit deutlich mehr Vertrauen begegnen. Je mehr ich mir erlaube, die Silke zu sein, die ich bin und sein möchte, desto mehr sicheren Boden spüre ich unter mir. Heute genieße ich es, mit Menschen auf einer Art und Weise zu arbeiten, die mir und ihnen entspricht.
Mit Unterstützung auf verschiedensten Ebenen habe ich gelernt, unter all dem Alltagslärm meine Herzensstimme wieder zu hören. Ich räumte ihr Zeiten der Stille ein und sie wurde stärker. Jedes einzelne Mal, wenn ich ihrem Wink folgte, wurde ich stärker. Das Leben ist so wertvoll und mitunter kurz - ich will es ganz aus meiner Seele heraus leben - der Herzenshallraum ist mein Seelenprojekt.
Und ich wünsche mir so sehr, dass immer mehr Menschen lernen, ihre Herzensstimme wahrzunehmen und ihrem Klang zu folgen. Ich hoffe, dass sie so die Verbindung zu ihrer Mitte spüren und offen werden für die Verbindung zur Natur, zu den Mitmenschen, zum Großen Ganzen. Denn echte Verbundenheit schafft Nähe und den Boden für ein gemeinsames, respektvolles und friedliches Leben.
Mein Traum ist es, ein wenig daran mitzuwirken.

Was in meine Arbeit einfließt
Ausbildung
Bachelor Soziale Arbeit
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Poesie- und Bibliotherapie
Journal Writing Coach
Traumapädagogik
Natur- und Wildnispädagogik
Berufliche Erfahrung
Sozialpsychiatrie
Hospizarbeit und Trauerbegleitung
Psychosoziale Begleitung
Arbeit mit Menschen in Lebenskrisen
Was mich darüber hinaus prägt
Schreiben seit meinem 11. Lebensjahr
Tiefe Naturverbundenheit
Eigene Erfahrungen mit Krisen und Wandlungsprozessen
Kontinuierliche persönliche Entwicklung und Supervision
Verbunden mit





